Die DIN 17611 enthält viele Vorschriften für eloxierte Erzeugnisse aus Aluminium. Einen kurzen Auszug daraus haben wir nachfolgend dargestellt.
Oberflächenbearbeitung vor dem Eloxieren
Auszug aus der Tabelle 1 der DIN 17611 (Stand 11/2007)
- E0 — Entfetten und Desoxidieren
- E1 — Schleifen
- E2 — Bürsten
- E3 — Polieren
- E4 — Schleifen und Bürsten
- E5 — Schleifen und Polieren
- E6 — Beizen
- E7 — Chemisches oder elektrochemisches Glänzen
- E8 — Polieren und chemisches oder elektrochemisches Glänzen
Farbgebung beim Eloxieren
Auszug aus dem Aluminium-Merkblatt O4 des Gesamtverbandes der Aluminiumindustrie e.V., Düsseldorf
- EV1 — Naturton
- EV2 — Neusilber hell
- EV3 — Gold
- EV4 — Bronze mittel
- EV5 — Bronze dunkel
- EV6 — Schwarz
- C-0 — farblos
- C-31 — leichtbronze
- C-32 — hellbronze
- C-33 — mittelbronze
- C-34 — dunkelbronze
- C-35 — schwarz
Schichtdicke der Oxydschicht
Auszug aus der Tabelle 1 der DIN 17611 (Stand 11/2007)
- Klasse 10 — kleinste mittlere Schichtdicke 10 µm, kleinste örtliche Schichtdicke 8 µm — Innen, trocken
- Klasse 15 — kleinste mittlere Schichtdicke 15 µm, kleinste örtliche Schichtdicke 12 µm — Innen, zeitweise nass; Außen, ländliche Atmosphäre ohne Luftverunreinigungen (nur geringe SO2-Mengen aus Haus- und Industriefeuerungen)
- Klasse 20 — kleinste mittlere Schichtdicke 20 µm, kleinste örtliche Schichtdicke 16 µm — Außen, Stadt- und Industrieatmosphäre (SO2 aus Verbrennungs- und Industrieabgasen)
- Klasse 25 — kleinste mittlere Schichtdicke 25 µm, kleinste örtliche Schichtdicke 20 µm — Bei besonders aggressiver Atmosphäre z.B. Kombination von Industrie- und Seeklima
Es ist zu beachten, dass die Schichtdicke in Nuten aufgrund der Profilgeometrie und der Streufähigkeit des Anodisierbades geringer sein kann. Für Sonderfälle mit getrennt zu spezifizierenden Anforderungen sind auch Schichtdicken von 5 µm oder kleiner möglich. Schichtdicken von 30 µm sollten nicht überschritten werden, weil sonst deren Beständigkeit wieder geringer wird.
